Philosophie – »Darf ich dir helfen«

Eine Art und Weise, die Kinder in die Lage versetzt, Konflikte eigenständig und gewaltfrei zu lösen und die Verantwortung für sich, für andere oder auch für eine entsprechende Situation zu übernehmen.

»Darf ich Dir helfen« – das bedeutet zunächst Zuwendung, Aufmerksamkeit und Mitgefühl. Hinhören, Lauschen, um Erlaubnis fragen und achtsam zu berühren. Ist es nicht so, dass Kinder selten erleben, dass sie um Erlaubnis gefragt werden, wenn etwas für das Kind getan werden soll? Meistens übernimmt ein Erwachsener, Eltern, Lehrkraft, das große Geschwisterkind die Verantwortung. Das hat nichts mit wahrhaftiger Zuwendung zu tun.

Die Art und Weise des Praktizierens der reichenden Hände ist die Basis, anderen helfen zu können, erfüllt die Kinder mit Freude und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Die Art und Weise des achtsamen Berührens, eine leichte Berührung des Körpers, wirkt auf vielen Ebenen und kann Erstaunliches bewirken. Ein Wir-Gefühl entsteht. Das helfende Kind erhält eine Aufgabe, ist wichtig in seiner Funktion. Für die Umgebung entsteht eine mitfühlende Atmosphäre und kann ein neues Miteinander bewirken.

»Reichende Hände« knüpft an das Ursprüngliche, ein natürlicher Impuls, der dem Menschen innewohnt, sich dem anderen hinzuwenden, ihn achten, ihm helfen, sich wohl und gut fühlen und sich als Teil eines Ganzen erkennen. Ein Impuls, an den Kinder sich noch unbelastet und ursprünglich erinnern können.

Durch die vollständige Zuwendung entsteht Vertrauen auf zwei Ebenen. Für den »Helfer« in sich selbst und für den, der empfängt. Dieses Vertrauen ist das Fundament, um Konflikte miteinander lösen zu können. Die Kinder fühlen sich als Subjekt und sind aus dieser Sichtweise selbst in der Lage, Konflikte zu lösen.

Ursprung Programm

Ich suchte eine Möglichkeit, sich in schwierigen Situationen die Hände zu reichen, als mein damals neunjähriger Sohn krank wurde, teilweise nicht mehr in die Schule konnte und 3 Jahre später Mobbing erfuhr. Es war für ihn notwendig die Schule zu verlassen. Ich hatte Vieles unternommen, was hilfreich erschien und trotzdem war es eine Zeit von großen Herausforderungen. Letztendlich ist es uns gelungen, andere Wege zu gehen und er seine berufliche Erfüllung gefunden hat. Der Grundstein für die »Reichenden Hände« war gelegt.

Während dieser Zeit reifte in mir ein großes Bedürfnis, Kindern in Kindergärten und Schulen eine Möglichkeit zu bieten, sich die Hände zu reichen, wenn es schwierig wird oder fast unmöglich erscheint, sich aus Konflikten zu lösen. Nach meiner Ausbildung zur Craniosacral-Therapeutin 1998 kam fünf Jahre später ein Workshop CTfhH, »Compassionate Touch for helping Hands« wie gerufen. Ich erlernte diese Methode, welche 1998/99 von Dr. John Upledger entwickelt wurde und seither weltweit erfolgreich in unterschiedlichsten Gemeinschaften Einsatz findet. Mir war es ein Anliegen, Kindern und Jugendlichen in unserer individualisierten Gesellschaft neue Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, untereinander oder miteinander in der Gemeinschaft (Kindergarten und Schule) mit Konflikten umzugehen.

Nach ein paar Jahren Projekterfahrung in verschiedenen Kindergärten, kam eine Lehrerin auf mich zu. Dort erkannte ich, dass im Schulalltag, das CTfhH- Programm nicht mehr ausreichte. Die Schulkinder benötigten Handwerkszeug, um ihre Konflikte gewaltfrei zu entschärfen oder zu lösen. Meine langjährige Erfahrung, meine Kreativität, mein Mitgefühl und Beobachtungsgabe machten es möglich, daraus eine neue Art und Weise zur Konfliktbewältigung zu entwickeln. Diese Erfahrungen integrierte ich in ein neues Projekt, woraus das »Reichenden Hände« Programm entstand. Durch die achtsame und respektvolle Herangehensweise wird die soziale und emotionale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen gestärkt. Sie erlernen spielerisch Möglichkeiten, um Konfliktsituationen in positive, emphatische Erlebnisse zu verwandeln.

Es ist unser natürlicher und ursprünglicher Zustand, sich verbunden zu fühlen, eins mit allem und allen zu sein. Es fühlt sich instinktiv richtig an, wenn wir unseren natürlichen Seinszustand zum Ausdruck bringen können.

Ziel Programm

…. weiterentwickelte Methode aus dem Compassionate Touch for Helping Hands Programm, was 1998/1999 Dr. John Upledger entwickelte. Durch meine intensive Arbeit mit der Methode sowie meine langjährige Erfahrung im Bereich zwischen menschlicher Konfliktlösung (v.a. bei Kindern und Jugendlichen) ist es mir bereits mehrfach gelungen, in unterschiedlichen Gruppenprozessen, positive Impulse zu setzen. 

Ziel der »Reichenden Hände« im Überblick:

  • Kreative Möglichkeiten, im Umgang damit, sich die Hände zu reichen.
  • Eine gute Zusammenarbeit.
  • Mitgefühl und Freude am Helfen.
  • Hilfsbereitschaft, Selbstwert, Selbstkontrolle.           
  • Soziale Kompetenz durch Verantwortung für das eigene Verhalten.
  • Kooperation, fürsorgliches und achtsames Verhalten in der Gemeinschaft.
  • Reduzierung von Stress ermöglicht den Kindern entspannter und effizienter lernen zu können, aufmerksamer und ruhiger zu sein.
  • Eine gesundheitsfördernde Umgebung, damit körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Essstörungen, Schlafstörungen, Hyperaktivität, Fehltage und Schulverweigerung sich reduzieren.         
  • Gesunderhaltung der Kinder in der Gemeinschaft Schule durch erlernen von Teamgeist, offenes Zuhören, miteinander spielen, Freude an gemeinsamer Bewegung, Integration statt Mobbing.
  • Nachhaltigkeit: Erstens unterstützen die erlernten Fähigkeiten dieDurch achtsame und respektvolle Herangehensweise wird die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen gestärkt und sie erlernen spielerisch Möglichkeiten, um konkrete Aggressionen oder Konfliktsituationen in positive, empathische Kinder beim Heranwachsen in ihrem sozialen Miteinander sowohl in der Schule als auch außerhalb der Schule. Zweitens werden diese Fähigkeiten ins familiäre Umfeld weitergetragen und integriert, sodass sie diese Kompetenzen ihr ganzes Leben begleiten und sie bereichert. 

Nutzen Programm

Erstens


Weil durch meine Erfahrungen der letzten 20 Jahre ein Bild gereift ist, dass Kinder in der Gemeinschaft Kindergarten und Schule die Chance haben sollten, unter sich eine Form von gutem Miteinander zu erlernen und zu pflegen. Diese Erfahrungen bestätigt Herr Matthias Punge ebenfalls, da  er seit über 40 Jahren in der Waldorfpädagogik tätig ist.

Zweitens


Immer öfters begegnen uns Lehrkräfte, die sich dahingehend äußerten, dass sich die Kinder zunehmend unruhiger verhalten. Außerdem können sie und wir eine Zunahmevon negativem Problemverhalten, wie  Aggression, Gewalt, Ichbezogenheit, eine gesteigerte Aufmerksamkeit oder Aufmerksamkeitsdefizit beobachten. Manchen Kindern falle es schwer, sich über eine gewisse Zeit  zu konzentrieren. Da wir uns seit einigen Jahren zunehmend mit Integration in Kindergarten und Schule beschäftigen, möchte ich diese Thematik  zusätzlich miteinbeziehen.

Drittens


Das Lernen effektiver ist, da emotionaler Stress wegfällt oder sich erheblich verringert.  Wenn Kinder sich im emotionalen Stress, Trauer oder Schmerz befinden, ist es ihnen nicht möglich gleichzeitig offen zu sein für die Aufnahme des Lernstoffes, oder miteinander zu spielen. Die Kommunikationskanäle sind blockiert.                                                                                                                                                                      

Viertens


Nach unserem Wissen, es bis heute kein Unterrichtsfach für Kommunikation in den Schulen gibt.

Geschichte


Vor ca. 20 Jahren begann ich, Rita Hildebrandt mit einem Programm: „Mitfühlende Berührung für helfende Hände“ im Kindergarten. Über mehrere Jahre führte ich es als Projekt in verschiedenen Kindergärten im Schwarzwald –Baar –Kreis durch. Nachdem Lehrerinnen auf mich zukamen, begleitete ich 5 Grundschulen über einen Zeitraum von jeweils 6 Monaten. Wir konnten beobachten, dass die Kinder eine Zunahme von Mitgefühl und eine Abnahme von aggressiven Verhaltensweisen untereinander entwickelten. Die Kinder zeigten zunehmende soziale Fähigkeiten wie Hilfsbereitschaft, Kooperation, Selbstwert und Selbstkontrolle. Ebenso eine Abnahme von Problemverhalten wie Aggression, innere Unruhe, Hyperaktivität und Projektion auf andere Schüler und Schülerinnen.                                               

Herr Matthias Punge hat durch seine jahrelange Beobachtung der Kinder feststellen können, dass die Persönlichkeit der Kinder nicht mit Strenge allein, sondern mit Empathie begegnet werden muss. Außerdem beobachtete er in den letzten Jahren eine Zunahme von Sensibilität bei den Kindern. Parallel dazu nahm er in der Schule ein vermehrtes Aggressionsverhalten wahr, bzw. Rückzug der Kinder bis zur Schulverweigerung. Er konnte sehen, dass durch die persönliche Zuwendung die Kinder eine Bereitschaft entwickelten, sich zu öffnen, um gemeinsam das jeweilige Problem zu verändern.

Die 3 Säulen


  1. Mitfühlende Berührung für helfende Hände – Die Erfahrung mit dieser positiven und achtsamen Berührung anderen helfen zu können, erfüllt Kinder mit Zufriedenheit und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Sie fühlen sich gesehen und wahrgenommen. Das stärkt ihre gesunde Selbstliebe. Es ist eine der einfachsten Formen von gelebter Integration. Diese Entwicklung setzt sich außerhalb der Schule und im privaten Leben fort, so wie Eltern berichten.
  2. Prozessbegleitende Konfliktlösung in der Gemeinschaft – Kinder lernen miteinander und angstfrei ihren Konflikt (aus ihrer erlebten Sichtweise) in der Klassengemeinschaft zu kommunizieren. Die anderen Kinder oder Betoffenen hören aufmerksam zu. Anschließend haben sie die Möglichkeit ihre Sichtweise zu kommunizieren. Die Kommunikation während  dieses Prozesses      dauert so lange, bis der Konflikt geklärt ist. Der Coach, bzw. die Lehrkraft begleitet den Prozess bis zur Lösung. Frieden hat sich eingestellt.
  3. Einstimmung der Kinder auf den Unterricht – Einstimmung der Kinder auf den Unterricht. Kinder kommen täglich mehr oder weniger mit emotionalem Konflikt in der Schule an. Sei es auf dem Weg von zuhause bis zum Klassenzimmer, während der Fahrt im Bus oder Zug, im Auto  eines Elternteiles oder zu Fuß. Wenn sich Kinder im emotionalen Stress befinden, sind sie  nicht dazu in der Lage mit offenem Kommunikationskanal den Lernstoff  zu speichern. Da Lehrkräfte dadurch ebenfalls betroffen sind, stellen wir Möglichkeiten vor, wie emotionaler Stress bei, bzw. unter den Kindern abgebaut werden kann. Die Kinder werden aufnahmefähiger und ruhiger. Die Möglichkeiten, die täglich, bzw. an verschiedenen Wochentagen durchgeführt werden:
  • Begrüßung durch Blickkontakt mit dem Kind und die Hand geben.
  • Kommunikations-Kreis als Wochenendrückblick (montags), wo Kinder selbst erzählen oder mit Hilfe einer Puppe, Tier, oder einem anderen Gegenstand erzählen lassen (diese sprechen lassen können was das Kind bewegt).
  • geführte Meditation, Glöckchen, Stimmgabel, Klangschalen, Streichinstrument, Gitarre , in die Stille. (5 Minuten)
  • Bewegung und Stimme (z.B. Tiere nachahmen)
  • Lied singen
  • Kinder dürfen den anderen Kindern etwas (ihre besondere oder einzigartige Gabe oder Fähigkeit) zeigen oder vortragen, was sie können und vielleicht ein anderes Kind nicht weiß oder kann.

Unterstützen sie uns in unserem Bemühen, das Aggressionspotential bei Kindern zu senken, den Lernprozess zu optimieren  und den Grundstein für mehr Menschlichkeit zu legen.

Unterstützen sie uns für die Freiheit, dass jedes Kind sein Potential entwickeln darf und somit zu einem nachhaltigen und innovativen Miteinander beitragen kann.

Der Zeitaufwand für die Lehrkräfte ist gering. Nach einer Einführung für die Lehrkräfte durch uns beträgt er täglich ca. 5-15 Minuten. Lange Dokumentationen entfallen, da der Erfolg sich durch das Tun einstellt.

Die Dauer und Begleitung des Projektes durch uns, hängt von der Umsetzung oder Integration der Elemente in den Schulalltag ab. Wir stellen uns vor, die Schüler / Kinder mindestens 6 Monate bis zu einem Schuljahr zu begleiten.

Da wir dieses Projekt mit Liebe und Engagement unterstützen und begleiten, freuen wir uns über Ihren Anruf oder e-mail.

Methodik

Die Basis anderen helfen zu können, erfüllt die Kinder mit Freude und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Dadurch entsteht Vertrauen was notwendig ist, um Konflikte miteinander lösen zu können. Die Kinder fühlen sich als Subjekt und sind aus dieser Perspektive heraus in der Lage, Konflikte zu lösen.   

Das Erlernen der Basis von Mitgefühl und achtsamer Berührung erfolgt in vier Schritten, die aufeinander aufbauen:

  1. Hat sich ein Kind verletzt oder es geht ihm aus anderen Gründen schlecht, müssen die Kinder zuerst einen Erwachsenen holen, der das Geschehen begutachtet. Nach Überprüfung des Erwachsenen, der Lehrkraft, der Erzieherin dürfen die Kinder dem betroffenen Kind helfen.
  2. Im Anschluss daran wird das betroffene Kind um Erlaubnis gefragt. Verneint das Kind die Hilfe, müssen die Kinder das »Nein« respektieren. Wenn das betroffene Kind seine Erlaubnis gibt, dürfen die Kinder helfen.
  3. Ein Kind oder mehrere Kinder legen die Hände sanft auf den schmerzenden Körperbereich. Während dieses Prozesses schenken die Kinder gute Gedanken dem Betroffenen. Sowohl das Gewebe als auch die Situation entspannen sich, die Kinder empfinden Freude.
  4. Konfliktlösung durch achtsames, offenes und respektvolles Hinhören. Wenn ein Konflikt auftaucht, erhält das betroffene Kind , oder die Kinder die volle Aufmerksamkeit von allen anderen. Es geht nicht darum, wer „schuld“ hat; die Kinder lernen jeweils dem anderen Kind zuzuhören, welches gerade spricht. Ich unterstütze den Prozess bis der Konflikt sich aufgelöst hat.

Programm Kindergärten 

Inhalt

  • Informationsabende für Eltern und Erzieherinnen und Erzieher
  • Intensive Begleitung der Gruppe, während der ersten vier Wochen zum Erlernen der unterschiedlichen Techniken des Programms
  • Wöchentliche Besuche im Kindergarten
  • Monatliche Besuche während des vereinbarten Zeitraumes, oder darüber hinaus
  • Regelmäßige Evaluation

Ablauf

1. Tag


Persönliche Begrüßung jedes Kindes mit Blickkontakt. Vorstellung des Programms anhand einer Geschichte, die alle Elemente der reichenden Hände beinhalten. Vorstellung des Leitfadens. Inhalt des 4 Schritte Konzeptes: Hat ein Kind sich weh getan oder verletzt, muss das Kind als erstes einen Erwachsenen holen. Nach Überprüfung der Erzieherin, bzw. des Erwachsenen darf das Kind das Betroffene fragen, ob es ihm helfen darf. Falls das Kind „Nein“ sagt, muss es das helfende Kind respektieren. Wenn das Kind »JA« sagt, dann legt das Kind sanft die Hände zwischen die schmerzende Stelle und schenkt dem Kind gute Gedanken. Das Gewebe entspannt sich, die Kinder empfinden Mitgefühl und Freude. Im Anschluss daran üben die Kinder in einer Partnerübung, dieses 4 Schritte Programm.

2. Tag

 


Wiederholung des 4 Schritte Programms. Partnerübung, auch Teamübung, d.h. mehrere Kinder dürfen einem Kind helfen. Einüben des Liedes, was die 4 Schritte beinhalten.

3. Tag


Feedbackrunde. Wiederholung der 4 Schritte: Die Kinder malen oder zeichnen ihre Hände auf bunte Papiere und schneiden sie aus. Wenn ein Kind einem anderen geholfen hat, darf es den Namen des Kindes darauf schreiben und an den ausgewählten Ort anbringen.

4. Tag


Feedbackrunde. Anerkennung der Papierhände an dem ausgewählten Ort. Was bewegt sie? Was gelingt und wo brauchen sie Unterstützung? Wiederholung des Programms.

5. Tag


Feedbackrunde, der Kinder und der Erzieherin. Wiederholung und Anerkennung, was seit dem 1. Tag gelungen ist. Wo braucht es evtl. Unterstützung.

6. Tag – Eine Woche später oder evtl. einen Tag später


Feedbackrunde, Anerkennung des Erfolges. Erfahrungsgemäß erzählen die Kinder über Konflikte, wenn ich schon einige Tage mit ihnen verbracht habe und dadurch eine Vertrauensbasis entstanden ist. Wenn ein Konflikt auftaucht, erhält das betreffende Kind die volle Aufmerksamkeit. Es geht nicht darum wer »schuld« ist, sondern, die Kinder lernen dem Kind zuzuhören, welches gerade spricht. Jedes Kind hat das Wort und die ganze Aufmerksamkeit. Ich unterstütze den Prozess, bis der Konflikt sich aufgelöst hat.

7. Wöchentlich und 4 Wochen lang


Die daran anschließenden Übungstage erfolgen nach dem Prinzip der vorausgegangenen Besuche. Das Programm kann nach der vereinbarten Zeit beendet werden, oder auf Wunsch, über den verabredeten Zeitraum weitergeführt werden.

Programm Schulen

Inhalt

  • Informationsabende für Eltern und Lehrkräfte
  • Intensive Begleitung der Klasse während der ersten vier Wochen zum Erlernen der unterschiedlichen Techniken des Programms
  • Wöchentliche Besuche
  • Monatliche Besuche während des Schuljahres
  • Regelmäßige Evaluation

 


Ablauf

Um die »Reichende Hände« Methode als wertvolle Handlungsoption in die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu integrieren, hat sich in der Schule eine mehrstufige, längerfristige Begleitung als erfolgreiches Konzept etabliert. Diese gliedert sich in die folgenden drei Phasen:

Phase 1 »Kennen lernen«


Dauer : 5 Tage
Umfang: 1.Tag 2 Stunden, 2.-5. Tag 1 Stunde täglich


In der ersten Phase lernen die Kinder und Lehrkräfte die Methodik auf spielerische Weise kennen. Dies erfolgt durch das Erzählen einer Geschichte, welche die wesentlichen Elemente der Methode enthalten. Darauf folgen Partnerübungen. Ab dem zweiten Tag beginnen und schließen wir die Sitzung mit einer Feedbackrunde. Die Kinder und Lehrkräfte teilen ihre Erlebnisse und Gefühle mit, vorausgesetzt, sie haben das Bedürfnis.

Ab dem 2. Tag beginnen wir mit einem Lied: »Hast du dir mal weh getan, zeig ich wie ich helfen kann, …«. was den Ablauf des Programms beinhaltet.

Phase 2 »Wiederholen und üben«


Dauer: 4 Wochen
Umfang: 1x je Woche jeweils 2 Stunden


Ziel dieser Phase ist es, das Gelernte durch regelmäßiges Wiederholen und Üben im Alltag der Kinder zu festigen. In dieser Phase unterstützen die Lehrkräfte das Gelernte, täglich 5-10 Minuten. Außerdem werden in dieser Phase durch zusätzliche Module, z.B. Hände auf ein buntes Papier zeichnen, ausschneiden, den Namen drauf schreiben und die »Reichenden Hände« an der Wand zu befestigen. Die Kinder empfinden eine große Freude, wenn sie sehen, wie viele helfende Hände es in der Klasse bereits gibt. Auch ähnliche Übungen ermutigen die Kinder und bestärken ihr Tun nachhaltig.

Phase 3 »Integrieren«


Dauer: 5 Monate
Umfang: 1x je Monat jeweils 2 Stunden


Nach Bedarf wird diese Phase bis zu 1 Jahr begleitet. In der dritten Phase wirke ich als „Coach“ hauptsächlich beobachtend und gebe den Lehrkräften und Kindern ab und an gezieltes Feedback, oder Unterstützung zu konkreten Situationen oder Fragen aus den vergangenen Wochen.

Hauptaugenmerk in dieser Phase ist Nachhaltigkeit. Wie gut ist das Gelernte integriert? Haben die Kinder und Lehrkräfte gelernt, unterschiedliche und situationsbedingte Lösungsmöglichkeiten miteinander zu gestalten? Können die Kinder verantwortungsbewusst und selbstbewusst handeln? Wurden die Kinder zum Beispiel in die Lösung mit einbezogen? Dürfen sie den Lösungsweg mitgestalten? 

Ein Beispiel: Ein Kind ist die Ursache von ständig, sich wiederholenden Konfliktsituationen. Das Kind wird während des Lösungsprozesses ermuntert und ermutigt, seine Idee der Lösung zu benennen. Wenn alle mit der Idee einverstanden sind, wird diese in die Tat umgesetzt.

Nachhaltigkeit außerhalb der Schule: Wie gut haben die Kinder das Gelernte auch außerhalb der Schulen integriert. Was hat sich im familiären Umfeld verändert. Was braucht es noch, eventuell zur weiteren Unterstützung des Integrierens.

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»Heilsame Ursprungstherapie ist eine therapeutische Art und Weise, die es ermöglicht, einen heilsamen, inneren Weg zu beschreiten, um sich mit dem Ursprung wieder zu verbinden».

– Rita Johanna Hildebrandt –

Die Projekte der »Reichenden Hände« sind wahre Füllhörner für berührende Geschichten.

DAs hat mich nachhaltig beeindruckt.

Ich gehöre dazu

Als ich zum ersten Mal das Helping Hands Programm in einer kleinen Grundschule begleitete, begab es sich, dass ein neues Mädchen in die Klasse kam. Die Lehrerin empfing mich an der Türe, um es mir mitzuteilen. Nachdem ich die Kinder begrüßt hatte, entdeckte ich die neue Schülerin. Sie war sehr schüchtern. Ich fragte die Kinder, ob sie der Neuen erzählen möchten, was sie in den letzten Wochen mit den helfenden Händen gelernt hatten. Freudestrahlend und mit einem kräftigen »Ja« antworteten sie. Sie erklärten und zeigten dem Mädchen alles, was sie in den letzten Wochen über die Helping Hands »gelernt« hatten.

Zwei Mädchen zeigten der Neuen praktisch, wie es geht und schon war sie in der Klasse integriert. So schnell funktioniert Integration bei Kindern. Ich war dankbar, über die wunderbare Erfahrung. Die Lehrerin war mir sehr dankbar über die vielen bereichernden Erfahrungen während unseres Projektes. Am Ende unserer gemeinsamen Zeit sagte sie: »Ich bin dankbar, dass ich von Ihnen so viel lernen durfte, was ich im Studium nicht lernte und um die Erfahrung, dass es am Anfang sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht, aber dann auf einmal die Konflikte sich schnell lösen. Vor dem Projekt hatte ich mit dem Eindämmen von Konflikten fast jeden Morgen 20-30 Minuten Zeitstress und jetzt lösen sich die Konflikte in wenigen Minuten auf, sodass ich entspannter und effektiver unterrichten kann«.

Ich habe keine Freunde

In der Zeit als ich das Programm der helfenden Hände in einer 3 Klasse durchführte, fiel mir ein Mädchen auf, ich nenne es Ursula (Namen verändert). Sie war blass, sehr schlank und sehr zurückhaltend. Sie litt darunter, dass sie körperlich nicht gut mithalten konnte. Sie kam zu mir und sagte mit trauriger Stimme: »Ich habe keine Freunde.“ Nachdem ich mit den Kindern vier Wochen das Programm der Helping Hands übte, schrieb und malte sie mir den ersten Brief, der mich sehr berührte. Eines morgens kam sie auf mich zu und sagt: »Frau Hildebrandt, ich liebe die helfenden Hände. Ich freue mich immer, wenn sie da sind.« Ihre Augen strahlten, wie die Blumen am ersten sonnigen Frühlingstag. Ein anders Mädchen schrieb auf ein Blatt: «Du bist wundervoll«.

Nach den ersten vier intensiven Wochen wünschte sich die 3. Und 4. Klasse das Thema Freunde. So integrierten wir dieses Thema in das Programm. Es war wunderbar, was wir gemeinsam erarbeiteten. Für manche Kinder war es eine Herausforderung und so manche Konflikte kamen zutage, die schon alt waren, gelöst und umgewandelt werden wollten. Eine zeitaufwändige Angelegenheit, welche die Lehrkräfte manchmal etwas überforderte und trotzdem konnte ich die Verwandlung der Kinder in der Klasse wahrnehmen. Eines morgens kam Ursula zu mir und strahlte. Ganz schüchtern, aber glücklich sagte sie: »Frau Hildebrandt, ich habe jetzt eine Freundin«. Dies berührte mich zutiefst und erfüllte mich mit großer Freude.

Zuwendung der Klassenkameraden

Ein Junge, ich nenne ihn Anton, fiel mir anfangs nicht auf. Ich empfand ihn als etwas unscheinbar in der Klasse, aber für manche Kinder galt er als aggressiv und explosiv gewaltbereit. Die Kinder erzählten, dass sie nicht nachvollziehen können, warum er wegen Kleinigkeiten ausflippte. Da geschah eines morgens, während meiner Anwesenheit, dass Anton mit seinem Nachbarn in einen Konflikt geriet. Ich wandte mich zu ihm, ging zu ihm hin und kniete mich neben ihn. Nachdem ich ihn nach dem Problem befragte, begann er leise mir eine Geschichte zu erzählen. Es war eine furchtbare und grausige Geschichte. Eine ungelöste Situation, die in ihm seit der ersten Klasse untergründig schwelte. Ich hörte ihm zu, bis er alles Schreckliche erzählt hatte.

Als er mit der Geschichte geendet hatte, sagte ich ihm: »Das war sehr mutig von dir Anton, dass du mir die Geschichte erzählt hast. Danke, dass du mir alles erzählt hast«. Sein Körper entspannte sich und dann entstand eine Traurigkeit. Ich wandte mich den Klassenkameraden zu und lud sie ein, sich Anton zuzuwenden. Ich fragte sie: »Wenn ihr Anton so seht, wie mag es ihm gehen?« Die Antwort: »Nicht gut!“ Meine Frage: »Was könnte Anton helfen, dass es ihm wieder gut geht?« Sie boten ihm Verschiedenes an, was er aber stets ablehnte. Nachdem Anton alle Angebote verneint hatte, bot ihm ein Junge die helfenden Hände an. Er sagte mit erleichterter Stimme: »Ja«“ Er durfte die Kinder auswählen, die ihn mit den Händen berührten. Seine Traurigkeit verschwand in wenigen Minuten. Er lächelte. Es war eine tiefe Transformation geschehen. Die Atmosphäre veränderte sich im Klassenzimmer. Die hektische Unruhe hatte sich aufgelöst und es kehrte friedvolle Ruhe ein.

Gewaltlos in
Schulen und
Kindergärten

Mitfühlende Berührung für helfende Hände. Prozessbegleitende Konfliktlösung in der Gemeinschaft. Einstimmung der Kinder auf den Unterricht.

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