Erstens
Weil durch meine Erfahrungen der letzten 20 Jahre ein Bild gereift ist, dass Kinder in der Gemeinschaft Kindergarten und Schule die Chance haben sollten, unter sich eine Form von gutem Miteinander zu erlernen und zu pflegen. Diese Erfahrungen bestätigt Herr Matthias Punge ebenfalls, da er seit über 40 Jahren in der Waldorfpädagogik tätig ist.
Zweitens
Immer öfters begegnen uns Lehrkräfte, die sich dahingehend äußerten, dass sich die Kinder zunehmend unruhiger verhalten. Außerdem können sie und wir eine Zunahmevon negativem Problemverhalten, wie Aggression, Gewalt, Ichbezogenheit, eine gesteigerte Aufmerksamkeit oder Aufmerksamkeitsdefizit beobachten. Manchen Kindern falle es schwer, sich über eine gewisse Zeit zu konzentrieren. Da wir uns seit einigen Jahren zunehmend mit Integration in Kindergarten und Schule beschäftigen, möchte ich diese Thematik zusätzlich miteinbeziehen.
Drittens
Das Lernen effektiver ist, da emotionaler Stress wegfällt oder sich erheblich verringert. Wenn Kinder sich im emotionalen Stress, Trauer oder Schmerz befinden, ist es ihnen nicht möglich gleichzeitig offen zu sein für die Aufnahme des Lernstoffes, oder miteinander zu spielen. Die Kommunikationskanäle sind blockiert.
Viertens
Nach unserem Wissen, es bis heute kein Unterrichtsfach für Kommunikation in den Schulen gibt.
Geschichte
Vor ca. 20 Jahren begann ich, Rita Hildebrandt mit einem Programm: „Mitfühlende Berührung für helfende Hände“ im Kindergarten. Über mehrere Jahre führte ich es als Projekt in verschiedenen Kindergärten im Schwarzwald –Baar –Kreis durch. Nachdem Lehrerinnen auf mich zukamen, begleitete ich 5 Grundschulen über einen Zeitraum von jeweils 6 Monaten. Wir konnten beobachten, dass die Kinder eine Zunahme von Mitgefühl und eine Abnahme von aggressiven Verhaltensweisen untereinander entwickelten. Die Kinder zeigten zunehmende soziale Fähigkeiten wie Hilfsbereitschaft, Kooperation, Selbstwert und Selbstkontrolle. Ebenso eine Abnahme von Problemverhalten wie Aggression, innere Unruhe, Hyperaktivität und Projektion auf andere Schüler und Schülerinnen.
Herr Matthias Punge hat durch seine jahrelange Beobachtung der Kinder feststellen können, dass die Persönlichkeit der Kinder nicht mit Strenge allein, sondern mit Empathie begegnet werden muss. Außerdem beobachtete er in den letzten Jahren eine Zunahme von Sensibilität bei den Kindern. Parallel dazu nahm er in der Schule ein vermehrtes Aggressionsverhalten wahr, bzw. Rückzug der Kinder bis zur Schulverweigerung. Er konnte sehen, dass durch die persönliche Zuwendung die Kinder eine Bereitschaft entwickelten, sich zu öffnen, um gemeinsam das jeweilige Problem zu verändern.
Die 3 Säulen
- Mitfühlende Berührung für helfende Hände – Die Erfahrung mit dieser positiven und achtsamen Berührung anderen helfen zu können, erfüllt Kinder mit Zufriedenheit und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Sie fühlen sich gesehen und wahrgenommen. Das stärkt ihre gesunde Selbstliebe. Es ist eine der einfachsten Formen von gelebter Integration. Diese Entwicklung setzt sich außerhalb der Schule und im privaten Leben fort, so wie Eltern berichten.
- Prozessbegleitende Konfliktlösung in der Gemeinschaft – Kinder lernen miteinander und angstfrei ihren Konflikt (aus ihrer erlebten Sichtweise) in der Klassengemeinschaft zu kommunizieren. Die anderen Kinder oder Betoffenen hören aufmerksam zu. Anschließend haben sie die Möglichkeit ihre Sichtweise zu kommunizieren. Die Kommunikation während dieses Prozesses dauert so lange, bis der Konflikt geklärt ist. Der Coach, bzw. die Lehrkraft begleitet den Prozess bis zur Lösung. Frieden hat sich eingestellt.
- Einstimmung der Kinder auf den Unterricht – Einstimmung der Kinder auf den Unterricht. Kinder kommen täglich mehr oder weniger mit emotionalem Konflikt in der Schule an. Sei es auf dem Weg von zuhause bis zum Klassenzimmer, während der Fahrt im Bus oder Zug, im Auto eines Elternteiles oder zu Fuß. Wenn sich Kinder im emotionalen Stress befinden, sind sie nicht dazu in der Lage mit offenem Kommunikationskanal den Lernstoff zu speichern. Da Lehrkräfte dadurch ebenfalls betroffen sind, stellen wir Möglichkeiten vor, wie emotionaler Stress bei, bzw. unter den Kindern abgebaut werden kann. Die Kinder werden aufnahmefähiger und ruhiger. Die Möglichkeiten, die täglich, bzw. an verschiedenen Wochentagen durchgeführt werden:
- Begrüßung durch Blickkontakt mit dem Kind und die Hand geben.
- Kommunikations-Kreis als Wochenendrückblick (montags), wo Kinder selbst erzählen oder mit Hilfe einer Puppe, Tier, oder einem anderen Gegenstand erzählen lassen (diese sprechen lassen können was das Kind bewegt).
- geführte Meditation, Glöckchen, Stimmgabel, Klangschalen, Streichinstrument, Gitarre , in die Stille. (5 Minuten)
- Bewegung und Stimme (z.B. Tiere nachahmen)
- Lied singen
- Kinder dürfen den anderen Kindern etwas (ihre besondere oder einzigartige Gabe oder Fähigkeit) zeigen oder vortragen, was sie können und vielleicht ein anderes Kind nicht weiß oder kann.
Unterstützen sie uns in unserem Bemühen, das Aggressionspotential bei Kindern zu senken, den Lernprozess zu optimieren und den Grundstein für mehr Menschlichkeit zu legen.
Unterstützen sie uns für die Freiheit, dass jedes Kind sein Potential entwickeln darf und somit zu einem nachhaltigen und innovativen Miteinander beitragen kann.
Der Zeitaufwand für die Lehrkräfte ist gering. Nach einer Einführung für die Lehrkräfte durch uns beträgt er täglich ca. 5-15 Minuten. Lange Dokumentationen entfallen, da der Erfolg sich durch das Tun einstellt.
Die Dauer und Begleitung des Projektes durch uns, hängt von der Umsetzung oder Integration der Elemente in den Schulalltag ab. Wir stellen uns vor, die Schüler / Kinder mindestens 6 Monate bis zu einem Schuljahr zu begleiten.
Da wir dieses Projekt mit Liebe und Engagement unterstützen und begleiten, freuen wir uns über Ihren Anruf oder e-mail.